Mit das Spannendste an dem Hluhluwe-iMfolozi-Park ist die Tatsache, dass er im Gegensatz zu den meisten anderen Reservaten deutlich größer ist. In vielen privaten Reservaten ist grade genug Platz für ein Löwen- und ein Hyänenhunde-Rudel, sodass dort selten die natürlichen Prozesse innerhalb einer Art beobachtet werden können. Nicht so hier – zwar ist der Park nicht groß genug für wirklich stabile Populationen mit vielen Rudeln, aber ein paar pro Art finden hier dann doch genug Platz. So lassen sich hier oft Dinge sehen, die man in anderen Parks nicht finden könnte.

Wenn man solche gruppenlebenden Raubtiere in der kompletten Wildnis leben sieht, dann finden natürliche Prozesse statt, die dafür sorgen, dass Rudel zum einen nicht zu groß werden und sich dann entsprechend auch neue Rudel bilden. In kleinen Reservaten kann das nicht auf natürlichem Wege passieren, da die Tiere nicht die Möglichkeit haben, abzuwandern, und der Prozess muss dann durchs Management durch Entnahmen von Tieren künstlich nachgestellt werden. Dafür gibt es extra Managementpläne, die sich auch mit der Genetik der Tiere beschäftigen und dann für den passenden Austausch von entsprechendem Nachwuchs zwischen den Schutzgebieten sorgen.

Blick über das große Tal der Hluhlue-Section des Parks mit dem breiten Fluss in der Mitte (© Cornelia Hebrank, 2024)
Ausblick über den Hluhluwe-iMfolozi-Park (© Cornelia Hebrank, 2024)

In großen Nationalparks passiert das aber tatsächlich zumindest zum Teil noch auf dem natürlichen Weg, so wie auch hier mit dem neu entstandenen Rudel von Hyänenhunden, das sich aus Halbstarken vom nördlichen und südlichen Rudel zusammengefunden hat. Die Details zu der Entstehung des Rudels konntet ihr ja schon in Tag 7 lesen, aber nun würden wir die erste wirklich gemütliche und darauf fokussierte Sichtung mit dem neuen Rudel erleben…

Immer noch auf der Suche

Wie schon erwartet starteten wir den Morgen mit der Suche nach den immer noch vermissten Hyänenhunden – wir wussten mittlerweile, dass sie recht weit im Süden unterwegs waren, also war zumindest die Richtung klar. Auf dem Weg prüften wir trotzdem auch noch für das neue Rudel, da sich dieses scheinbar aktuell in unserer Nähe aufhielt, und bekamen auch direkt ein gutes Signal für den einen Hund mit Halsband, Lunga. Laut Signal hielten sie sich tatsächlich recht nahe der Straße auf und wir hatten die Hoffnung, dass wir vielleicht später noch bei diesem Rudel vorbeischauen konnten.

Fürs Erste gings aber weiter, schließlich war unser Hauptziel klar. Aber wir hatten uns grade wieder an die durchgehende Fahrt gewöhnt, als wir etwas Hundeähnliches auf der Straße vor uns entdeckten: eine Tüpfelhyäne (Spotted Hyena)! Sie schaute uns erstmal etwas skeptisch an, aber nachdem wir angehalten hatten und ruhig da standen, setzte sie ihren Weg in unsere Richtung dann doch fort. Ich schreibe hier „sie“, aber besonders bei Tüpfelhyänen ist es sehr schwierig, das Geschlecht zu bestimmen – rein vom Anschauen her ist es sogar praktisch unmöglich. Diese Art hat eine besondere Weibchen-basierte Hierarchie in ihren Klans, die vermutlich mal irgendwann einen eigenen Eintrag verdient hat. Aber was für den Moment relevant ist: in Einklang damit besitzen die weiblichen Tüpfelhyänen sehr ungewöhnliche Geschlechtsorgane, die wie die eines Männchens aussehen, sodass ihr Geschlecht nur bei der direkten Untersuchung durch einen Tierarzt festgestellt werden kann. Auf jeden Fall ließ sich dieses Exemplar wunderbar von uns betrachten und schenkte uns dann aus wenigen Metern Entfernung noch einen letzten Blick, bevor sie im Grün verschwand.

Tüpfelhyäne auf der Straße mit Blick in die Kamera (© Cornelia Hebrank, 2024)
Interessierter Blick der Tüpfelhyäne, bevor sie dann verschwand (© Cornelia Hebrank, 2024)

Die letzte Ablenkung war dann eine Kudu-Herde, das erste Mal sahen wir hier auch die Weibchen dieser Antilopenart, wenn auch nur kurz. Dann bekamen wir das erste schwache Signal für Mlilo und machten uns wieder daran, den Standort für das gesuchte Rudel näher einzugrenzen – dieses Mal auch wirklich erfolgreich. Die Hyänenhunde hatten sich offensichtlich unter ein paar Bäumchen in 30 bis 40 Metern Entfernung zur Straße hingelegt, zumindest konnten wir von keiner Seite näher an sie herankommen und das Signal war wirklich stark. Also hieß es nun warten und hoffen. Und wir hörten auch wirklich irgendwas in den Büschen umherlaufen, sodass wir bald alle auf unseren Sitzbänken standen und mit Ferngläsern die Busch-Lücken absuchten. Ob das jetzt erfolgreich war oder nicht, das darf jeder für sich selbst beurteilen – wir bekamen zweimal einen Schwanz zu sehen und noch weitere drei Mal eine unklare Bewegung von etwas passend braun gefärbtem…

Auch das Signal des Halsbands bestätigte, dass die Tiere sich dort ausruhten, und nachdem wir dann über eine halbe Stunde das Gestrüpp beobachtet hatten, ohne dass die Hunde anstalten machten, sich zu bewegen, beschlossen wir, erstmal Pause zu machen. Auf dem Weg zu einer passenden Stelle prüften wir nochmal, ob etwas anderes spannendes in der Umgebung unterwegs war, aber für die Löwen bekamen wir gar kein Signal und sonst waren in weiter Entfernung nur ein paar Giraffen zu sehen. Während der Pause schwankte die Stimmung zwischen Hoffnung und Enttäuschung, da wir schon langsam mit einer echten Sichtung des Rudels gerechnet hatten, nicht nur ein paar Schwanzspitzen, aber sie immerhin in erreichbarer Nähe gefunden hatten. Langsam aber sicher näherte sich auch das Ende unserer Zeit hier, und wir wollten „unser“ Rudel wenigstens nochmal richtig gesehen haben, bevor wir gehen mussten. Aber noch hatten wir ein paar Chancen über, auch wenn es diesen Vormittag offensichtlich nicht mehr klappen würde.

Mal eine andere Art von Begegnung

Auf dem Rückweg prüften wir natürlich die gleiche Stelle nochmal und es war klar, dass die Hunde über Mittag hier liegenbleiben würden. Also hieß es für uns auf in Richtung Boma, wir konnten unsere täglichen Arbeiten ja schließlich nicht ignorieren! Die Fahrt dauerte nun natürlich wieder eine ganze Weile, da wir nun schon recht große Distanzen im Park zurücklegen mussten – quer durch das ganze Gebiet, was wir von dem Camp aus betreuen konnten. Noch war es immerhin nicht brutal heiß und somit waren auch noch Tiere unterwegs, sodass eine durchgehende Fahrt natürlich unmöglich war.

Langsam aber stetig näherten wir uns der Mittagspause, als wir bei der Abfahrt ins Tal zum Durchqueren des Flussbettes innehalten mussten: das neue Rudel der Hyänenhunde hatte sich die Brücke auch als Weg ausgesucht und kam uns entgegen. Wir rollten noch ein Stück näher heran und versuchten weitere Beobachtungen über die Tiere zu sammeln. Zumindest schien das Rudel sich nun etabliert zu haben, da wir die Hunde schon seit Tagen immer in der gleichen Zusammensetzung sahen – also musste sich auch ein neues Alpha-Paar herausgebildet haben. Dass Sheni, das Weibchen mit dem fehlenden Ohr, die Chefin war, war schon wegen der Altersstruktur klar, aber wer ihr Partner werden würde, war noch eine offene Frage…

Blick von oben auf die Hyänenhunde auf der Brücke (© Cornelia Hebrank, 2024)
Diese Brücke ist aber auch ein schönes Eck… (© Cornelia Hebrank, 2024)

Allerdings bekamen wir erstmal noch ein besonderes Schauspiel zu sehen: was würdet ihr denken – jagen Hyänenhunde Warzenschweine? Wir stellten uns diese Frage jedenfalls direkt, als eine Familie von Warzenschweinen mit mehreren Kleinen am Straßenrand auf unserer Seite der Brücke auftauchte. Würden sie den Hunden ausweichen? Nicht mal annähernd! Stattdessen stellte sich das Männchen selbstbewusst den Raubtieren gegenüber und allein dieses Auftreten und der Macho-Blick reichten aus, dass die ihm nächsten Hunde direkt wegtrabten. Insgesamt hielten alle Rudelmitglieder danach gebührenden Abstand von den Warzenschweinen ein, was schon irgendwie lustig anzusehen war.

Hyänenhund steht einer Familie von Warzenschweinen gegenüber (© Sebastian Sperling, 2024)
Skeptischer Blick auf die Warzenschwein-Familie – ne, damit leg ich micht nicht an!
(© Sebastian Sperling, 2024)

Dadurch wurde das Rudel aber auch von der Straße abgelenkt, die von den Schweinchen besetzt worden war, und so trabten die Hyänenhunde seitlich an uns vorbei den Berg hoch. Nun doch noch neugierig, trotz der größer werdenden Hitze, drehten wir um und folgten ihnen für eine weitere halbe Stunde oder so. Die Hunde waren definitiv auf einer Mission und legten ordentlich Strecke zurück, was uns etwas Sorge machte, da sie in die Richtung des anderen Rudels unterwegs waren. Zum Glück schienen sie es aber nicht speziell auf ihre Artgenossen abgesehen zu haben und verschwanden am Ende dann doch seitlich in den Büschen – aber erst, nachdem sie uns noch einige schöne Blicke gegönnt hatten.

Wir versuchten uns also ein weiteres Mal am Rückweg zum Camp, mussten aber noch einen Zwischenstopp einlegen, um die beiden Bewohner der Boma zu besuchen – der Zaun war weiterhin heil und im hohen Gras war alles ruhig, also war es nur ein kurzer Abstecher und wir sahen unsere Mittagspause schon näher rücken.

Es fehlte auch nicht mehr viel, als wir noch eine letzte spannende Sichtung für diesen Vormittag machen durften: es hatte sich wieder eine Gruppe von Pavianen nahe der Straße niedergelassen und dabei war der größte Anführer, den wir bisher gesehen hatten. Der große Affe betrachtete uns ähnlich interessiert wie wir ihn und schien zu der Einschätzung zu kommen, dass wir es nicht auf seine Familie abgesehen hatten. Es ist schon faszinierend, wie viele verschiedene Sozialsysteme es in der Natur gibt, und wie viel man davon schon in einer kurzen Sichtung bemerken kann.

Ein Pavian schaut hinter einer großen Wurzel eines umgefallenen Baumes hervor (© Sebastian Sperling, 2024)
Die Wurzel sieht schon fast wie die persönliche Verteidigungsmauer aus – dabei gucken wir doch nur! (© Sebastian Sperling, 2024)

Dieses Mal gab es aber nur eine kurze Info und dann fuhren wir das letzte Stück zum Camp zurück, um wenigstens noch etwas Mittagspause zu haben, bevor wir uns nochmal auf den weiten Weg in den Süden machen würden… Die mittlerweile fast tägliche Dateneingabe durfte aber trotzdem nicht zu kurz kommen – wir hatten uns ja als Ziel gesetzt, dass alles eingegeben sein sollte, bevor wir abfuhren.

Und nochmal das neue Rudel

Nach der Mittagspause machten wir uns wieder auf den Weg zu den Hyänenhunden und fanden einen netten Besucher ganz in der Nähe des Camps, den wir leider nicht in Ruhe genießen konnten, da wir es doch etwas eilig hatten. Tatsächlich gab es drei ältere Elefantenbullen, die sich nur zu gerne dort in der Ecke aufhielten und immer mal wieder auch direkt aus dem Camp zu sehen waren – einmal hatten wir sie ja schon in der Mittagspause gesehen und sie waren auch mit der Grund, dass wir uns nicht so wirklich trauen wollten, ins nahegelegene Hilltop Camp zu spazieren. Der Weg führt zumindest ein Stück weit durch den Park an sich und da kann man sich natürlich nie sicher sein, was einem begegnen wird – auch wenn es am Ende ein leckeres Mittagessen geben könnte…

Straßenkreuzung im Nationalpark, aus der Ferne aufgenommen, mit einem einzelnen großen Elefanten, der in Richtung Abzweigung läuft (© Sebastian Sperling, 2024)
Wer spaziert denn da gemütlich in Richtung Camp? (© Sebastian Sperling, 2024)

Für heute waren wir aber erstmal wieder gut auf dem Weg nach Süden, vorbei an einer Nyala-Mama mit ihrem jungen Baby, ein paar Zebras und einer Gruppe Paviane, vielleicht sogar den gleichen wie heute Morgen. Und – wie hätte es auch anders sein sollen – wir bekamen schnell wieder ein gutes Signal für das neue Rudel. Dieses Mal mussten wir sie gar nicht suchen, sie waren tatsächlich direkt auf unserer Strecke unterwegs und dankenswerterweise wieder mehr gen Norden gezogen, also offensichtlich nicht dem anderen Rudel auf den Fersen.

Also hieß es einmal mehr Daten sammeln für das neue Rudel. Wenn euch das jetzt so vorkommt, als würden wir das viel zu oft machen, dann lasst mich vielleicht noch ein bisschen ausholen. Hyänenhunde sind selten genug, dass man sie auf einer Individuum-Basis managt. Das bedeutet natürlich auch, dass man jedes einzelne Tier kennen und identifizieren können muss, wofür es sogenannte ID-Kits gibt. In so einem Dokument findet sich die komplette Zusammensetzung eines Rudels mit allen Mitgliedern, die wiederum mit Namen, Geschlecht, Geburtsjahr und ggf. Halsband-Informationen, sowie einem Foto ihrer linken und einem Foto ihrer rechten Seite aufgelistet sind. Wenn man jetzt bedenkt, dass viele der Tiere des neuen Rudels noch recht jung waren, dann könnt ihr euch bestimmt vorstellen, dass die Bilder von vor einigen Monaten schon nicht mehr ganz aktuell aussahen. Entsprechend war für uns ein wichtiger Auftrag, neue und gute Fotos von beiden Seiten möglichst aller Hunde zu machen, um die ID-Kits updaten zu können.

Mit dem Hintergrund könnt ihr euch also vorstellen, was wir während einer solchen Sichtung vor Allem machten: nämlich Fotos. Und es ist faszinierend zu sehen (besonders im Nachhinein), wie viele tolle Fotos man machen kann, ohne jeden einzelnen Hyänenhund wenigstens einmal gut zu erwischen. Mit der Zeit fällt richtig auf, dass manche Tiere einfach gerne in der Nähe des Autos unterwegs sind, während andere sich eigentlich immer in einer Entfernung und eher versteckt aufhalten. Insofern waren wir auch dieses Mal wieder gut beschäftigt, wurden aber auch mit einigen wirklich schönen Bildern dafür belohnt.

Leider hatten wir nicht lange Ruhe, da so eine Sichtung auf der großen Straße einfach zu auffällig ist und schnell von den ersten Touristen-Touren bemerkt wurde. Die ersten Fahrer verhielten sich dann noch recht respektvoll, aber sobald vier große Wagen und einige Selbstfahrer den Hunden folgten, ging es wieder drunter und drüber, da jeder den besten Blick haben wollte. Es ist schon etwas schade, dass der Tourismus einerseits notwendig ist, um diese tollen Tiere schützen zu können, aber andererseits auch immer mehr Störungen verursacht, weil es einfach zu viele Menschen auf dem begrenzten Raum der letzten Naturschutzgebiete werden…

Für uns war das auf jeden Fall das Zeichen zum Aufbruch und so fuhren wir weiter bis zu dem Punkt, an dem wir das alte Rudel um Mlilo vormittags verlassen hatten. Und siehe da, sie waren noch dort! Scheinbar mussten sie etwas Ordentliches gejagt haben in der letzten Nacht, denn auch jetzt zeigten die Tiere so gar kein Interesse daran, sich zu bewegen. Wir bekamen fast durchgehend ein ruhendes Signal und sahen auch nichts mehr von den Hunden. Trotzdem warteten wir eine Weile und versuchten unser Glück von mehreren Seiten, aber außer dass wir an einem Flussbett ein Maskenweber-Nest (Southern Masked Weaver) und den dazugehörigen Vogel fanden waren wir nicht sehr erfolgreich.

Ein Blick auf den afrikanischen Busch mit den verschieden Pflanzenarten (© Cornelia Hebrank, 2024)
Unser Warteplatz für ein Zeichen der Hunde – immerhin ist die Gegend schön!
(© Cornelia Hebrank, 2024)

Nachdem es dann immer später wurde und wir die Hyänenhunde einfach nicht zu Gesicht bekamen, schmiedeten wir neue Pläne. Auch unsere Monitorin machte sich mittlerweile Sorgen um die Tiere, und so kam die Idee auf, ein Call-Up durchzuführen. Das ist eine Management-Technik, wie man Tiere leichter zu sehen bekommen kann, die häufig auch dann verwendet wird, wenn man ein Tier mit Halsband versehen möchte und keine Zeit hat, stundenlang mit dem Tierarzt darauf zu hoffen, dass es sich vielleicht einmal zeigen möchte. Bei einem typischen Raubtier-Call-Up verwendet man dazu ein Stück von einem Beutetier als Köder und spielt je nach Art einen passenden Ruf ab, um das gesuchte Tier anzulocken. Für uns klang das natürlich nach einer ganz aufregenden Sache und wir waren gespannt, wie das Ganze ablaufen würde.

Für heute hieß es aber trotzdem, dass wir die Suche aufgeben mussten und den Rückweg starteten. Dabei gab es tatsächlich nur eine Unterbrechung, als wir eine humpelnde Giraffe sahen. In solchen Fällen gehört es dazu, dass wir das Tier so genau wir möglich anschauen, um sicherzustellen, dass es nicht in eine Falle gelaufen ist. In diesem Fall waren aber keine Anzeigen einer Drahtfalle zu sehen und wir vermuteten, dass die Verletzung aus einem Kampf stammte, da es sich um ein Männchen handelte. Leider waren damit die Chancen für sein Überleben stark gesunken, aber das ist nun mal Teil der Natur und in die natürlichen Prozesse greifen auch wir nicht ein.

Am Ende mussten wir uns ganz schön beeilen, um noch rechtzeitig zurück ins Camp zu kommen. Generell gilt in dem Nationalpark ein Fahrverbot zwischen 18 Uhr abends und 6 Uhr morgens, aber für Forschungsfahrzeuge mit Funkgerät ist die erlaubte Zeit etwas erweitert, sodass wir morgens grundsätzlich schon früher starten konnten und auch nicht bangen mussten, wenn wir nicht genau um 18:15 Uhr im Camp zurück waren. Die Viertelstunde ist für die Touristen als Puffer ausgelegt, da man im Park immer recht schlecht planen kann, wie schnell man fährt. Grundsätzlich ist das ganze System aber auch für den Schutz gegen Wilderei konzipiert, da dann über Nacht nur noch die Patrouillen unterwegs sind und jegliches andere Licht oder Ähnliches schneller untersucht werden kann.

Trotzdem waren wir dann ganz froh, nicht deutlich später zurück ins Camp zu kommen, denn auch das Essen wollten noch gekocht und gegessen werden und eigentlich waren wir schon wieder bereit fürs Bett. Jeden Tag so viel unterwegs zu sein, wird dann doch anstrengend, besonders, wenn man es wirklich täglich für über eine Woche durchzieht. Aber eins war klar – die letzten Tage würden wir jetzt auch noch durchhalten, es gab schließlich immer was zu erleben!

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Frau mit Telemetrie-Equipment (© Sebastian Sperling, 2024)

Ich bin Conny und aktiv im Naturschutz unterwegs. Mit meinem Hintergrund in Biologie und Informatik schreibe ich über verschiedene Themen, die mir wichtig sind und die mir Spaß machen.

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