Bisher gab es im deutschen Teil des Blogs ja viele kleinere Tiere zu bewundern: von Eulen über Fledermäuse hin zu weiteren Greifvögeln. Das liegt daran, dass die typische alltägliche Naturschutzarbeit hier zumeist auf diese Arten begrenzt ist, und der freiwillige Helfer nur selten mit größeren Tieren zu tun hat. Wer mich aber kennt, der weiß, dass die Wölfe eine meiner ersten großen Faszinationen waren, und dass ich auch in der Vergangenheit schon mehrfach mit diesen Raubtieren zu tun hatte. Damals habe ich bereits viel über diese sozialen Jäger gelernt, und auch jetzt versuche ich, da immer auf einem aktuellen Stand zu bleiben.
Gerade in den letzten Jahren hat das Thema „Wölfe in Deutschland“ ja wieder richtig an Fahrt aufgenommen, nachdem sich unsere Wolfspopulation laufend vergrößert und in immer neue Gebiete ausbreitet. Entsprechend ist es auch verständlich, dass viele Leute sich Sorgen machen, vor Allem da auch die Presse gerne eher negativ gegenüber dem Thema aufgetreten ist. Aber umso wichtiger ist es doch, beide Seiten der Medaille zu beleuchten und genauer zu hinterfragen, was es mit den rückkehrenden Raubtieren so auf sich hat.
Genau dieser Mission hat sich das deutsche Wolfcenter verschrieben, das seit 2010 in Dörverden (grob gesagt zwischen Hannover und Bremen) mit einigen Gehegewölfen und einer großen Ausstellung das Ziel hat, Umweltbildung zu betreiben. Die ersten Bewohner waren damals Wölfe, die an einer Universität zur Forschung gehalten worden waren, und dringend ein neues Zuhause suchten. Mittlerweile gibt es mehrere Gruppen von Grauwölfen, sowie zwei Paare von Arktischen bzw. Hudson-Bay-Wölfen in Weiß. Außerdem bietet das Wolfcenter auch verschiedene Kurse und Workshops an, in denen sich Interessierte weiterbilden können.
Einen solchen Workshop hatte ich Anfang des Jahres schon gemacht, und nachdem ich auch damals schon viel davon Sebastian erzählt hatte, war es nun an der Zeit, ihn mitzunehmen und ihm zumindest ein paar der Wölfe endlich mal in Echt zu zeigen. Also planten wir einen schönen Wochenendausflug samt Übernachtung im Gasthof und gönnten uns einen kompletten Tag – inklusive Abendprogramm – im Wolfcenter.
Ab zu den Wölfen!
Um den Tag voll auszunutzen, waren wir schon kurz nach der Öffnung um 10 Uhr im Park, holten uns unsere Eintrittskarten und wanderten dann einmal direkt an der Ausstellung vorbei ins Außengehege. Damit waren wir mit die ersten, die bei den Wölfen zu Besuch kamen und konnten so noch in Ruhe schauen, bevor es voller wurde. Außerdem hatte ich so erstmal Zeit, um Sebastian den Park zu zeigen und die verschiedenen Wolfsgruppen vorzustellen.
Direkt am Eingangsbereich gibt es die Gehege mit den Grauwölfen: die beiden schon in die Jahre gekommenen Brüder Mitja und Levi ließen sich gerade noch nicht wirklich sehen, waren mir aber auch als etwas scheuere Gefährten bekannt – in ihrem großen Gehege gab es auch bei Weitem genug Vegetation, um sich gut verstecken zu können.
Ihnen gegenüber hatte es letztes Mal noch eine Dreiergruppe von ebenfalls recht alten Brüdern gegeben: Odin, Remo und Sirius. Das war besonders für die Verhaltensbeobachtung immer sehr interessant gewesen, da man hier genau die Rangordnung sehen konnte und beim Füttern auch die verschiedenen Interaktionen zu Sehen bekommen hatte. Leider war aber in der Zwischenzeit Odin verstorben, und nun war bei den anderen beiden noch mehr Ruhe eingekehrt…

Aber natürlich gibt es nicht nur alte Tiere, man möchte ja auch mal etwas mehr Bewegung miterleben dürfen! Ein Gehege weiter ging es auch emsig zu: Finja und Milan waren fleißig am auf und ab laufen, und behielten alle Besucher im Blick, um nicht den Tierpfleger mit dem Futtereimer zu verpassen. Diese beiden Sechsjährigen sind aktuell das einzige zucht-fähige Pärchen und hatten in der Vergangenheit auch schon Nachwuchs – damals wollte ein anderer Zoo den kompletten Wurf übernehmen, sodass alle Kleinen gut untergebracht werden konnten. Damit nun nichts passiert, bekommt Finja sozusagen die Pille für Wölfe und damit können die beiden weiterhin gut zusammen leben.

(© Cornelia Hebrank, 2024)

(© Cornelia Hebrank, 2024)
Unsere nächste Station war das Gehege von Cosmo und Luna, den beiden schneeweißen kanadischen oder arktischen Wölfen. Diese Art ist bei uns eigentlich nicht einheimisch, aber da man viel über diese auffallenden Tiere hört, darf man auch sie hier bewundern. Nur dass sie gerade so gar keine Zeit für uns hatten – die waren nämlich beschäftigt mit ihrem Besuch. Da die beiden mit der Hand aufgezogen wurden, kann man ihnen etwas näher kommen und sie unter Aufsicht sogar durch den Zaun füttern. Das passiert im sogenannten „Meat & Greet“, das man als Zusatzangebot dazubuchen kann. Dann darf man die beiden durch den Zaun streicheln und ihnen mit Holzgreifern Fleischstückchen durch den Zaun reichen. Dass das ihre ganze Aufmerksamkeit erforderte, ist bestimmt klar, also ließen wir sie fürs Erste in Ruhe und gingen weiter.
Den Abschluss der Runde machten dann Kimo und Dala, die beiden Hudson-Bay-Wölfe, die ebenfalls weiß sind und sich das Gehege als Bruder und Schwester teilen. Die beiden waren noch etwas faul an diesem Morgen und hatten sich ein schönes Plätzchen mitten in ihrem Gehege gesucht, in dem sie nebeneinander schon eingerollt da lagen. Das sollte die Meistersängerin Dala aber nicht davon abhalten, zumindest zu einem kurzen Geheul anzustimmen oder bei jeder Möglichkeit mitzumachen – denn im Zweifel geht das auch im Liegen!

Nach dieser kleinen Runde ging dann die erste Führung des Tages los und wir schlossen uns an, um nun auch noch die Informationen mitzunehmen. Nach einer kurzen Einleitung zum Wolfcenter an sich und der Situation der Wölfe in Deutschland starteten wir direkt mit der Fütterung von Remo und Sirius, bei der einige Fleischbrocken vom Aussichtsturm aus über den Zaun geworfen wurden. Die beiden Wölfe holten sich ihr Fressen ohne wirklichen Streit ab, und gönnten sich dann noch einen Schluck aus dem kleinen See in ihrem Gehege, bevor sie sich wieder zur Ruhe legten.

(© Cornelia Hebrank, 2024)

Wir hörten uns solange den Vortrag zu dem Verhalten von Wölfen an und lernten, wie wir uns verhalten sollten, wenn wir daheim im Wald mal einem Wolf begegnen sollten – weglaufen ist hier nicht angebracht, da das den Jagdtrieb auslösen kann; stattdessen macht man sich groß und laut und dann nimmt der Wolf im Regelfall eh schon Reißaus. Am Ende der Führung gab es noch ein paar Informationen zum Herdenschutz, da besonders Schafe in Wolfsgegenden besser eingezäunt werden sollten. Damit war dann auch unsere zweite Runde geschafft und wir schauten mal nach den anderen Bewohnern der Anlage…
Nur Wölfe wären ja langweilig…
Es gibt nämlich nicht nur die eine Art von Vierbeinern zu sehen, sondern auch noch ein paar andere Tiere dazu. Thematisch vielleicht am passendsten sind die Silberfüchse, die eine seltenere Farbvariante des heimischen Rotfuchses darstellen, und damit eine der anderen heimischen Beutegreifer-Arten sind. Bisher gab es hier in den letzten Jahren immer zwei Tiere, also kann man sich meine Freude vorstellen, nun tatsächlich eine ganze Gruppe vorzufinden – die beiden hatten Nachwuchs bekommen und durch unseren recht spät im Jahr liegenden Besuch waren die Kleinen schon fast ausgewachsen. Trotzdem waren sie deutlich aktiver als ihre Eltern und so wurde am See umherspaziert, auf Schlafboxen geklettert und generell durchs Gehege gerannt. Das war schon sehr putzig anzusehen und so mussten wir das eine ganze Weile genießen, bevor wir weiterzogen.

(© Cornelia Hebrank, 2024)

(© Cornelia Hebrank, 2024)

(© Cornelia Hebrank, 2024)
Die kleinen Präriehunde, die bei meinem letzten Besuch um den Jahreswechsel schon im Winterschlaf gesteckt hatten, waren nicht weniger putzig. Kreuz und quer auf und um ihren Sandberg verteilt, saßen die kleinen Kerlchen herum und futterten die Grasstängel auf, die schön verstreut ausgelegt worden waren. Dabei wurden wir mindestens genauso interessiert beäugt, wie wir sie anschauten, und so mancher Präriehund überlegte erst einen Moment, ob wir auch wirklich keine Gefahr darstellten.


Direkt neben deren Gehege gibt es auch noch ein paar Ziegen, die gestreichelt werden dürfen, und auch bei denen schauten wir mal vorbei, um ein bisschen am Hornansatz zu kraulen. Nachdem noch nicht so viel los war, konnten wir auch hier einen guten Moment abpassen, um nicht von Kindern überrannt zu werden – und das, obwohl das Ziegengehege zwischen Spielplatz und Wasserspielgelände liegt.
Den Abschluss der im Wolfcenter vorhandenen Tierarten machten dann die Alpakas, mit denen man auch spazieren gehen kann. Dafür werden „die Jungs“ genutzt, also die männlichen Tiere, während die Damen samt den drei kleinen Fohlen gemütlich auf der Weide bleiben durften. Das spannende an den Alpakas ist zum Einen, dass sie so verschiedene Fellfarben zeigen, die alle wunderschöne weiche Wolle geben (wir haben beide Alpaka-Socken mitgenommen), und zum Anderen, dass sie als ein Beispiel von Herdenschutztieren fungieren.

(© Cornelia Hebrank, 2024)

(© Cornelia Hebrank, 2024)

(© Cornelia Hebrank, 2024)
Herdenschutz im Bezug auf Wölfe kann generell aus zwei Teilen bestehen: der wichtigere Teil ist die Einzäunung, die hoch genug sein muss, damit der Wolf nicht drüber springen möchte, und am Boden gut genug befestigt oder elektrifiziert sein muss, sodass der Wolf auch nicht drunter durch buddeln kann. Wenn der Zaun aber nicht optimal gestellt werden kann, dann können noch andere Tiere als Schutz vor einem Wolfsangriff dienen – am Typischsten sind hier Herdenschutzhunde, die mit „ihrer“ Herde aufwachsen und sie dann dauerhaft verteidigen, oder auch „selbstständigere“ Tiere wie Alpakas oder Esel, die Radau machen, wenn ein Wolf kommt, oder diesen auch als Selbstverteidigung angreifen. Im Endeffekt geht es hier um eine Abschreckung bzw. das weniger-attraktiv-machen gegenüber dem Wolf – wenn ein Reh deutlich leichter zu fangen ist wie das Schaf hinter dem Zaun neben dem kläffenden Hund, dann wird der Wolf auch weiterhin das Reh jagen.

Und mit dieser Erklärung kommen wir zum nächsten Teil des Wolfcenters, nämlich den Ausstellungen. Davon gibt es zwei große: eine sehr schön gemachte, interaktive Hauptausstellung zum Wolf an sich und dessen Lebensweise, sowie einen langen, leseintensiveren Zeittunnel, der sich mit der Geschichte von Mensch, Wolf und Hund beschäftigt. Zusätzlich gibt es auch noch kleinere Ausstellungsbereiche zur Wolfsforschung und eine Wolfshöhle, neben der der Jahresverlauf eines Wolfsrudels beschrieben ist. Allein mit diesen Ecken gibt es eigentlich schon genug zu tun, um einen ganzen Tag locker voll zu bekommen, aber dabei wollen die Wölfe doch auch noch in Ruhe beobachtet werden!
Natürlich darf auch ein kleiner Shop nicht fehlen, in dem es einige schöne Souvenirs zu den Wölfen und Alpakas gibt, sowie ein Restaurant – das Wolfsrevier – in dem wir uns dann mittags etwas ausruhten und lecker essen waren. Frisch gestärkt ging es dann nochmal los für eine weitere Runde an die Wolfsgehege.
… aber mehr Wölfe gehen immer
Dieses Mal, nachdem wir uns nun beide schon gut orientiert hatten, wollten wir mal so richtig auf die Fotos gehen – also mieteten wir uns die Schlüssel für die Fotoklappen für eine Stunde (alternativ bekommt man sie auch für den ganzen Tag, aber uns war schon klar, dass wir dafür nicht die Ruhe gehabt hätten). An den Gehegen der Grauwölfe gibt es nämlich jeweils eine ganze Reihe kleiner Türchen, die man mit dem Schlüssel öffnen kann, sodass man keine Gitterstäbe auf dem Foto hat. Und damit zogen wir dann los.
Wir hatten auch echt Glück: mittlerweile waren auch Mitja und Levi von ihrem gemütlichen Morgen aufgewacht und liefen zumindest ein bisschen herum, sodass wir von ihnen ein paar schöne Fotos einsammeln konnten. Hier musste ich auch ein bisschen Zeit darauf verwenden, von meiner Beobachtung der beiden beim Workshop zu erzählen – damals im Winter waren sie noch deutlich fitter und aktiver gewesen. Aber immerhin hatten wir damit jetzt alle Wölfe mal in echt gesehen und das war ja auch schon ein guter Anfang.

Also wanderten wir weiter zu den beiden anderen Gehegen, in denen sich Remo und Sirius bequem für ein nachmittägliches Schläfchen mit vollem Magen hingelegt hatten. Freundlicherweise hatten sie das nahe am Zaun getan, sodass wir auch hier ein paar schöne Bilder mitnehmen konnten, bevor wir zu Finja und Milan weiterzogen, die schon wieder fleißig am Laufen waren. Da die Fotoklappen direkt an ihrer Lieblingsstrecke liegen, war es gar nicht so leicht, bei der Bewegungsgeschwindigkeit und Nähe ein scharfes Bild zu bekommen, aber umso cooler fühlte es sich an, so nah an diesen wundervollen Tieren zu sein.

(© Cornelia Hebrank, 2024)

Und dann war die Stunde viel zu schnell wieder vorbei, aber auch die Öffnungszeit näherte sich mittlerweile dem Ende. Wir machten uns also für eine kurze Ruhepause auf den Weg zurück ins Gasthaus, bevor wir keine zwei Stunden später nochmals loszogen, um unsere Abendveranstaltung zu beginnen.
Beim „Abend unter Wölfen“ gibt es ein nettes kleines Rahmenprogramm, sodass es zusätzlich zu einer Führung in der Dunkelheit auch ein Lagerfeuer gibt, um das man sich mit selbst gemachtem Stockbrot versammelt und dazu noch eine Wurst vom Grill bekommt (oder die entsprechende vegetarische Alternative). Entsprechend fing der Abend mit sehr netten Gesprächen an, da praktisch alle Anwesenden echtes Interesse an diesen Tieren hatten und man sich entsprechend gut unterhalten konnte.
Nachdem sich alle passend gestärkt hatten, ging es dann mit der abendlichen Führung weiter, die direkt mit einem besonderen Highlight startete: Finja und Milan bekamen nun nach zwei Tagen Fasten ein komplettes Reh ins Gehege gebracht. Dafür werden Unfallopfer verwendet, die von Autos auf der Straße angefahren worden waren, und damit zumindest noch eine sinnvolle Verwendung finden. Als der Tierpfleger das Reh mit der Schubkarre ins Gehege brachte, verschwanden die beiden Wölfe erstmal in weite Ferne – daran erkennt man Tiere, die nicht von Hand aufgezogen waren: sie behalten ihre Scheu vor Menschen auch nach vielen Jahren im Gehege noch, und sobald der Zaun als Schutz nicht mehr da ist, weichen sie lieber aus.

Das Reh wurde also ausgeladen und gut sichtbar platziert. Und damit die beiden es nicht gleich wegziehen konnten, wurde auch hier eine Metallkette ausgepackt und das Reh an einen Baum angebunden – praktisch genau wie beim Call-Up der afrikanischen Hyänenhunde (siehe auch Tag 12 des Afrika-Abenteuers). Schon lustig, wie ähnlich doch die Prozesse sind!
Nachdem der Mensch dann wieder außerhalb des Zauns angekommen war, kamen auch die Wölfe zurück in unser Blickfeld. Sie stürzten sich aber trotz ihres Hungers nicht direkt auf das Reh, sondern näherten sich erst nur langsam und misstrauisch. Als sie keine Falle oder Ähnliches entdecken konnten, trauten sie sich dann aber doch hin und das Festmahl ging los. Sie zerrten und zogen an den verschiedenen Seiten und bissen kräftig zu, um durch das Fell zu kommen und einzelne Teile auch mitnehmen zu können. Dabei ging es sehr gleichberechtigt zu und beide Tiere fraßen entspannt nebeneinander – kein „erst frisst der Alpha“ oder „einer muss immer warten“.
Die Gerüche wurden schlimmer, als die Wölfe bei der Bauchhöhle angekommen waren und da die ersten Sachen herauszogen… Aber wenig später war die erste Runde des Essens geschafft und Finja und Milan machten erstmal eine kleine Pause und einen Gang durchs Gehege.
Nun war auch ein guter Moment gekommen, um sich am Heulen zu versuchen: wir Besucher mussten anfangen, und tatsächlich stiegen die Wölfe mit ein und wir durften ein kurzes Nachtkonzert genießen, bevor nach ein paar Minuten wieder Ruhe einkehrte. Damit war die Führung wieder vorbei und wir hatten einen entspannten Abend in toller Atmosphäre verbracht und unseren Besuch bis zum letzten bisschen ausgekostet.

Manche der anderen Besucher durften nun vor Ort bleiben, es gibt nämlich drei Übernachtungsmöglichkeiten direkt im bzw. am Wolfcenter: für die Nacht unter Wölfen kann man sich in einem der Tipis einmieten und dann mit Schlafsack direkt neben den Wolfsgehegen schlafen. Alternativ gibt es auch die luxuriösere Variante der Baumhaushotels, die immer direkt am Rand eines Geheges über den Zaun schauen können, dafür aber auch deutlich teurer sind (irgendwann wollen wir uns das auch mal noch leisten). Oder man schläft in einem Zweibettzimmer im Hauptgebäude, allerdings mit dem Aufgang auf der Außenseite des Parks, wo ich auch für den Workshop übernachtet hatte. Wir waren aber für diesen Trip mit dem Gasthaus ganz zufrieden und hatten auch so das meiste aus unserer Zeit mit den Wölfen geholt.
Fazit: wissenswert und unterhaltsam
Es wird keinen von euch wundern, wenn ich jetzt sage, dass wir eine wirklich tolle Zeit beim Wolfcenter in Dörverden hatten. Ich finde es immer wieder schön, diese Tiere in echt beobachten zu können – besonders, wenn sie in großen und natürlichen Gehegen gehalten werden und sich auch mal verstecken können. Und wenn man dann noch jemanden dabei hat, dem man alles mögliche dazu erzählen darf, dann macht es das nochmal besser.
Auf jeden Fall kann ich einen Besuch hier nur empfehlen, wenn man in der Gegend ist, und ich bin mir sicher, dass für jeden Geschmack genug dabei ist, um sich den Tag über zu beschäftigen, solange ein gewisses Interesse an den Wölfen gegeben ist. Durch die großen Gehege verläuft es sich auch etwas, sodass selbst am Wochenende gefühlt nicht zu viel los ist, und man eine gemütliche Zeit mit den Tieren verbringen kann. Auch für Kinder ist wie schon erwähnt gesorgt: es gibt verschiedene Ecken zum Spielen und auch extra Kinderführungen (was die normalen Führungen etwas ruhiger macht). Zusätzlich lohnen sich die Ausstellungen wirklich – die interaktive im oberen Raum für ein gutes Grundverständnis des Wolfs und der Zeittunnel dann eher für die wirklich genauer Interessierten.
Und dann sind da noch die Workshops. Nach meiner Erfahrung im Winter kann ich berichten, dass der Kurs wirklich gut gemacht war – ich habe noch sehr viel an Theorie gelernt, bevor ich durch direkte Beobachtungen auch meine verhaltensbiologischen Kenntnisse noch vertiefen konnte. Irgendwann gibt es bestimmt auch zu diesem Erlebnis einen Blogeintrag, aber bis dahin könnt ihr euch gerne direkt auf der Webseite des Wolfcenters informieren – ein Besuch lohnt sich auf jeden Fall!



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