Während sich das Jahr nun langsam dem Ende zuneigt und die letzten Weihnachtsvorbereitungen laufen, möchte ich mich bei euch bedanken und auf die letzten Monate zurückschauen… Der nächste reguläre Eintrag kommt dann auch erst wieder im neuen Jahr, weil ich mir über die Feiertage mal etwas Ruhe gönnen werde – insofern wünsche ich euch schonmal frohe Weihnachten und einen guten Rutsch ins neue Jahr!

Die Highlights von 2024

Als ich in Afrika die Idee hatte, mich doch (nochmal) an einem Blog zu versuchen, war ich wirklich unsicher, ob ich das längerfristig durchhalten würde – aber mittlerweile bin ich einfach froh, dass ich damit angefangen habe und sich doch auch ein paar Leserinnen und Leser gefunden haben. Ich freue mich über jede und jeden einzelnen von euch und hoffe, dass ich euch auf meine Ausflüge und Reisen mitnehmen konnte – zumindest in Gedanken.

Cornelia und Sebastian mit Kaffeetassen auf einem Rastplatz im Hluhluwe-iMfolozi-Park
Zwei glückliche Urlauber bei der Kaffee-/Tee-Pause in Südafrika im April

Offensichtlich war das Afrika-Abenteuer, das mein Partner Sebastian und ich im Frühling erleben durften, nicht nur der Auslöser für diesen Blog, sondern auch gleich das erste Thema. Begeistert von der Idee waren die Einträge anfangs noch sehr ausführlich und für manche wohl etwas gut lang, aber die Bilder kamen immer gut an.

Für mich war die Reise generell wichtig, um wieder etwas mehr zurück zu meinen Wurzeln in der Natur zu finden und neue Möglichkeiten aufzutun, mich endlich mehr mit diesen wichtigen Themen zu beschäftigen. Es war faszinierend, wie viele Teile des Naturschutzes vor Ort in Südafrika sich gar nicht wirklich geändert hatten, und wie viel sich gleichzeitig doch auch irgendwie anders anfühlte. Ich bin halt auch nicht mehr so jung und naiv wie damals, als ich das erste Mal im afrikanischen Busch unterwegs war…

Leider kann ich nicht mehr wie zu Studienzeiten einfach mehrere Monate am Stück auf der Spur der Hyänenhunde verbringen, da das meine Arbeit nicht zulässt, aber dafür habe ich mittlerweile andere Optionen gefunden, um trotzdem aktiv im Naturschutz zu sein. Ich gebe gerne zu, dass mich die großen afrikanischen Arten immer so richtig fasziniert haben und ich noch nie der komplette Vogel-Mensch war, aber so langsam kann ich auch unseren heimischen Arten immer mehr abgewinnen.

Entsprechend war ich dieses Jahr nach langer Pause wieder deutlich häufiger aktiv in der Naturschutzarbeit in meiner Heimatsregion um Nürnberg dabei – hier ist der LBV ein sehr guter Ausgangspunkt, um bei spannenden Themen mitmachen zu können. Den Anfang machte dabei ein anstrengender, dreckiger, aber sehr zufriedenstellender Samstag, den ich auf der Suche und beim Beringen von Schleiereulen verbringen durfte. Als eine der Arten, die mittlerweile immer weniger passende Nistplätze finden, ist der Schutz dieser Eulen ein wichtiges Thema, um sie in der Region behalten zu können. Dafür ist die Arbeit meiner freiwilligen LBV-Kollegen da wirklich wichtig und ich war froh, sie wenigstens ein bisschen unterstützen zu können.

Junge Schleiereulen-Küken mit ID-Ringen liegen in einem Bett aus Heu (© Cornelia Hebrank, 2024)
Die kleinen Schleiereulchen haben alle ihre neuen Ringe am Bein und dürfen jetzt wieder in den Nistkasten zurück – ein Gewinn für die Forschung! (© Cornelia Hebrank, 2024)

Aber während die Schleiereulen-Einsätze ohne mich weiterliefen, ging dann auch die Fledermaus-Saison los, in der ich mich so richtig einbringen konnte. Wenn man überlegt, dass ich mich bisher vor Allem mit Elefanten und Hyänenhunden beschäftigt habe, dann sind Fledermäuse dagegen schon ziemlich putzig klein. Aber als ganz besondere Gruppe der Säugetiere haben sie mein Interesse doch sehr fest an sich gekrallt und sind zu einem Thema geworden, das mich hoffentlich noch lange begleiten wird. Jedenfalls war dieses Jahr für mich das erste Mal, dass ich als Ersthelferin beim Fledermaushilfstelefon mitgeholfen habe – und damit waren meine Sommermonate auch gut ausgelastet! Als Ergebnis hatte ich wundervolle Erlebnisse mit den kleinen Flattertieren, die ich nicht mehr missen mag…

Zwei Fledermäuse in meiner Transportbox (© Cornelia Hebrank, 2024)
Die putzige Fledermaus freut sich schon drauf, endlich wieder wegzufliegen. Wenige Sekunden später flatterte sie von meinem Balkon davon… (© Cornelia Hebrank, 2024)

Wie es sich für mich so gehört, durften aber auch die Ausflüge zu tiernahen Themen nicht zu kurz kommen – erst recht, nachdem ich Sebastian viele meiner Lieblingstiere zeigen wollte. Das erste Highlight hierbei war ganz eindeutig der Falknertag, bei dem wir für einen Tag mit Greifvögeln in verschiedenen Größen arbeiten und sie selbst fliegen lassen durften. Das Gefühl, einen Adler auf der eigenen Hand sitzen zu haben, werden wir jedenfalls nicht so schnell wieder vergessen! Aber auch der Besuch im Wolfcenter wird uns noch lange in Erinnerung bleiben, da wir die Wölfe nicht nur aus nächster Nähe sehen konnten, sondern auch mit ihnen geheult und viele spannende Dinge gelernt haben.

Damit fällt auch die Überleitung zu den aktuellen Themen des Blogs einfach: nachdem ich nicht genug freie Zeit habe, um nur über meine aktuellen Reisen zu berichten, bin ich nun mit der letzten Reiseerzählung in das erste Thema gestartet, das schon ein bisschen zurückliegt – den Workshop Wolf konnte ich bereits vor einem Jahr besuchen, aber ich denke immer noch gerne dran und erzähle euch deshalb auch gerne mehr davon…

Und ein Ausblick auf nächstes Jahr

Entsprechend wird es nächstes Jahr mit der aktuellen Serie weitergehen, weil ich euch natürlich auch vom Workshop-Teil in der Slowakei erzählen möchte, und nebenher wird es weiterhin immer wieder Abstecher zurück nach Afrika geben, wie zum Beispiel zu den Hyänenhunden. Damit habe ich hoffentlich noch für eine Weile spannende Sachen zu erzählen, und würde mich sehr freuen, wenn ihr mich weiterhin begleiten wollt.

Auch kann ich schon verraten, dass ich vermutlich bald wieder etwas zu Fledermäusen berichten kann, da ich sehr wahrscheinlich an einigen Exkursionen zu Winterquartieren teilnehmen darf. Wie es dazu kam und was ich dann wirklich mitmachen durfte, erzähl ich euch dann aber noch genauer 😉

Zusätzlich habe ich vor, in Zukunft nicht mehr nur die reine Schriftform anzubieten, sondern auch noch weitere Bilder und Videos in der Form von YouTube-Videos aufzubereiten – ob es auch eine reine Podcast-Version geben wird, da bin ich mir noch unsicher, da in vielen Fällen die Bilder halt auch ihren Teil zu meinen Erzählungen beitragen. Aber wir werden sehen…

Da ich aber mit meinem Job auch so schon gut eingeplant bin (und da nächstes Jahr ein Wechsel ansteht), muss ich schauen, wie sich das alles arrangieren lässt. Vielleicht werden sich die Einträge dann auf einen zweiwöchentlichen Rhythmus einpendeln, damit ich weiterhin die gleiche Qualität beibehalten kann, ohne dass es mir zu viel wird oder mir die Themen ausgehen.

Ich hoffe jedenfalls, dass ihr mich auch nächstes Jahr weiterhin begleiten werdet, und freue mich auf die nächsten tollen Erlebnisse, die bestimmt schon auf uns warten! Und damit wünsche ich euch besinnliche Feiertage und einen guten Start ins neue Jahr – wir lesen uns dann in 2025! 😊


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Frau mit Telemetrie-Equipment (© Sebastian Sperling, 2024)

Ich bin Conny und aktiv im Naturschutz unterwegs. Mit meinem Hintergrund in Biologie und Informatik schreibe ich über verschiedene Themen, die mir wichtig sind und die mir Spaß machen.

Falls euch dieser Eintrag gefallen hat, dann könntet ihr auch Lust haben,
→ etwas über bedrohte afrikanische Arten zu lernen,
→ meinen Bericht über den Workshop zu Wölfen in Deutschland zu lesen,
→ oder vielleicht etwas über Technik im Naturschutz zu erfahren.