Diesen Blog hier gibt es nun seit fast einem Jahr und bisher habe ich auch jede Woche etwas Spannendes oder Interessantes zu erzählen gehabt. Einen Großteil davon haben meine letzten beiden längeren Reisen ausgemacht: die aktive Mitarbeit im Naturschutz in Südafrika und der Workshop Wolf, der mich bis in die Slowakei geführt hat. Und es hat wirklich Spaß gemacht, euch von diesen tollen Themen zu berichten!
Aber nun geht mir für solche Erzählungen die Grundlage aus – wie die meisten von euch habe ich einen normalen Vollzeit-Job und nachdem ich grade erst meinen Arbeitgeber gewechselt habe, wird es dieses Jahr wahrscheinlich keine so tolle Reise für mich geben. Ich könnte zwar noch von einigen Abenteuern in meiner Vergangenheit berichten, aber da habe ich grundsätzlich nicht mehr so viele Details zu bieten wie bei diesen aktuelleren Trips…
Weitere interessante Themen
Das heißt aber ja nicht, dass ich euch nun nichts mehr erzählen kann. Die von euch, die schon länger aktiv lesen, wissen ja schon, dass es sowohl bei den afrikanischen Arten noch einige ausstehende Portraits gibt und auch eine Übersicht über die deutschen Fledermausarten habe ich euch versprochen. Die wird es alle noch geben – schon allein, weil ich diese Tiere faszinierend finde und gerne über sie schreibe – allerdings etwas langsamer als bisher.

(© Cornelia Hebrank, 2024)

Wenn ich einen Eintrag über eine Tierart oder eine Gruppe von Tieren verfasse, dann achte ich immer darauf, dass alle meine Informationen stimmen und recherchiere dafür auch nochmal nach. Deswegen brauche ich dafür natürlich mehr Zeit, als wenn ich von einer Reise erzähle, die ich gerade erst selber erlebt habe. Um trotzdem die gleiche Qualität beibehalten zu können (und in meinem neuen Job richtig anzukommen), werde ich in Zukunft nur noch alle zwei Wochen einen Eintrag veröffentlichen. Ich hoffe ihr bleibt trotzdem weiterhin dabei – ich würde mich auf jeden Fall freuen.
Außerdem möchte ich auch noch ein paar andere Themen mit anschneiden, die wir bisher noch nicht genauer betrachtet haben. In dieser Richtung habe ich eine Reihe über Naturschutz meets Technik geplant, da ich weiß, dass ich zumindest ein paar Technik-Interessierte Leserinnen und Leser habe, und ich hätte auch Lust, mal etwas über gute Tier- oder Naturbücher zu erzählen… Zusätzlich wird es natürlich weiterhin immer wieder aktuelle Berichte zu meiner Naturschutzarbeit mit Fledermäusen und Co. geben, denn hier in der Nürnberger Region bin ich ja weiterhin aktiv unterwegs.


Hoffentlich findet ihr diese Themenbereiche auch so interessant wie ich und habt weiterhin Lust, mich hier zu begleiten und immer wieder etwas Neues zu lernen. Falls ihr noch Anregungen habt oder euch bestimmte Themen wünscht, dann schreibt es mir doch gerne hier oder auf Instagram als Kommentar!
Und was war das mit Hören?
In der Umfrage, die ich Ende letzten Jahres gestellt hatte, und auch in meinem direkten Umfeld wurde mir schon häufiger Interesse an einer Audio-Version dieses Blogs bekundet. Das verstehe ich natürlich auch – manchmal ist Zuhören einfacher oder einfach bequemer als selber lesen. Allerdings ist das Aufnehmen nochmal ein zusätzlicher Aufwand, denn schreiben muss man die Texte dafür ja auch erstmal, und der muss zeitlich irgendwo untergebracht werden.
Ich habe mich aber seit der Umfrage noch etwas genauer mit dem Thema beschäftigt und einen Plan erarbeitet, sodass ich nun berichten kann, dass es den Blog in Zukunft auch als Podcast geben wird. Es wird zwar noch ein bisschen dauern, aber wenn ihr dieses Medium lieber mögt, dann dürft ihr euch schonmal drauf freuen! Und für den Rest von euch: keine Sorge, die schriftliche Form wird natürlich auch weiterhin bleiben und ihr werdet keine Nachteile davon haben!

Ein kleiner Teaser zum Schluss
Vielleicht habt ihr euch schonmal gefragt, wie ich eigentlich dazu gekommen bin, schon fast regelmäßig nach Afrika zu fliegen, um dort im Naturschutz zu unterstützen. Na ja, eigentlich war das gar nicht so geplant und mein erster Besuch des Kontinents war sogar eine Ersatzlösung…
Das war damals zu meiner Studienzeit, als ich meinen Bachelor in Biologie machte und wusste, dass mich Verhaltensbiologie besonders interessierte, aber mir gleichzeitig auch noch etwas unsicher war. Um mir mehr darunter vorstellen zu können, wollte ich also in den nächsten Semesterferien ein kurzes Praktikum machen und zumindest mal einen ersten Eindruck von dieser Art der Arbeit gewinnen. Dafür hatte ich mir einen Wolfspark in England angeschaut, der aber gerade zu dieser Zeit keine freiwilligen Helfer mehr annehmen konnte – damit hatte ich vorher nicht gerechnet. Enttäuscht unterhielt ich mich also mit meiner Mama, dass ich nun wohl doch kein Praktikum machen konnte, da ich sonst nur ziemlich unpassende Optionen in Europa gefunden hatte. Sie meinte ganz spontan, dass ich doch mal nach Afrika suchen solle, da gäbe es schließlich immer etwas zu tun für Freiwillige.
Gesagt, getan – kein zehn Minuten später hatte ich das wohl perfekte Einstiegsprojekt für mich gefunden: Freiwillige Arbeit in einem Elefantenpark, bei dem man bei den täglichen Aufgaben und bei der Freilandforschung in Richtung Verhaltensbiologie helfen würde! Das klang gerade so, als hätte es auf mich gewartet, und auch wenn ich damals noch ziemliche Unsicherheit dabei fühlte, so eine weite Reise alleine zu machen, das musste dann sein.
So kam es, dass ich für zwei spannende Wochen zum ersten Mal nach Afrika flog, in den Knysna Elephant Park, und dort extrem viel über Elefanten, aber auch über Menschen und Rassismus und unfaire Behandlung lernte. Bleiben wir aber lieber bei dem ersten Thema und unterhalten wir uns doch mal kurz über diese grauen Giganten, die meistens richtig gutmütig sind.

(© Cornelia Hebrank, 2013)

Die Tiere dort im Park waren Waisen, die von Menschen aufgezogen worden waren, und daher nicht nur an uns gewöhnt, sondern sogar gewissermaßen trainiert, sodass die Wärter sie zumindest grob steuern konnten. Damit bekam man als Besucher die Möglichkeit, direkt mit den Elefanten zu interagieren und ihnen über eine Barriere hinweg Futter zu geben, oder sie auch mal anzufassen. Als Freiwillige hatte man noch viel mehr davon, da man jeden Tag mehrere Stunden im Feld verbrachte, Daten über die Herde sammelte und dabei Wärter und Tiere gut kennenlernte.

Um mich war es dann jedenfalls geschehen – nach ein paar kurzen Ausflügen am Wochenende stand für mich fest, dass ich wieder nach Südafrika wollte, um mehr von dieser wunderbaren Natur und den faszinierenden Tieren zu sehen. So ganz könnt ihr das leider nur nachvollziehen, wenn ihr selbst schon einmal dort gewesen seid, aber die Atmosphäre in dieser offenen Landschaft mit viel mehr großen Tierarten rundum und einer ganz anderen Bevölkerung ist einfach etwas Besonderes.
Und wenn ich euch schon nicht komplett mitnehmen kann, dann entführe ich euch doch gerne wenigstens immer mal für ein paar Minuten in diese andere Welt – das nächste Mal in zwei Wochen zu den Elefanten, die bisher noch auf ihr Artenportrait gewartet haben…


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